CIT @ SEiSMiC – soziale Innovation für die Stadt der Zukunft

Diskussionsrunde am 19.03.2014, 10:00-15:00, in der IG-Architektur, Gumpendorferstrasse 63b

im Rahmen des EU-Forschungsprojekts von AIT Austrian Institute of Technology GmbH

SEiSMiC (Societal Engagement in Science, Mutual learning in Cities) zielt auf die Einbindung von Gesellschaft in Wissenschaft ab. Das durch die EU-Kommission geförderte Projekt hat zum Ziel Menschen aus unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft, städtischen AkteurInnen aus Wirtschaft, Verwaltung und Planung zu vernetzen und ihnen eine gemeinsame Plattform zum Austausch und zum gemeinsamen Arbeiten zu bieten. Diese Plattform soll dazu dienen gemeinsam einen Dialog mit dem Schwerpunkt Soziale Innovation zu starten. Der Fokus liegt hierbei auf Fragestellungen der Urbanisierung und auf den Herausforderungen, die sich für europäische Städte heute und in Zukunft ergeben. Diese Herausforderungen können je nach Charakteristik individuell für nur eine Stadt gültig sein, oder auch generalisierbar für mehrere oder eine Vielzahl von Städten zutreffen.

CIT Collective wurde eingeladen als ein Gast über Herausforderungen für Wien mitzudiskutieren und als potentieller Akteur in einem der 10 Nationalen Netzwerke zu wirken, die sich in den Teilnahmeländern bilden werden und sicherstellen sollen, dass lokale Herausforderungen und Fragestellungen gehört werden und zur europaweiten Forschungs- und Politikdebatte beitragen.

Theresa Schütz nannte in Vertretung des CIT Collective die Relevanz kreativer reproduktiver urbaner Gemeinschaften für die Verbesserung sozialer und ökologischer Lebensbedingungen in Wien. Gemeinsam mit ihren DiskussionspartnerInnen wurde unter anderem der Standpunkt erarbeitet, dass es nötig wäre in Wien eine stadtpolitische Kultur der Ermöglichung und Anerkennung von reproduktiver lokaler Ko-Produktion zu etablieren, welche die Räume und Akteure der urban Commons auch als LivingLabs und Good Practices sozialer Innovation begreift und zulässt. Insofern könnten sich Stadt-KonsumentInnen zu Ko-ProduzentInnen emanzipieren – das tun auch schon viele Initiativen mit ihren Aktionen zur Re-politisierung des öffentlichen Raums und der Wieder-Aneigung des Stadtraums. Es sind diese und andere Initiativen des Wandels, die ihre jeweiligen Umgangsformen mit den sich verknappenden und sozial immer ungerechter aufgeteilten materiellen und immateriellen urbanen Ressourcen aus dem Alltagsleben heraus entwickeln, lokale Herausforderungen direkter erfahren und benennen können und so im Austausch mit den von oben gesteuerten Rahmenhandlungen einer sozial gerechten Stadtpolitik und nachhaltigen Raumplanung für soziale Innovationen in Wien wirken könnten.

 

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